Im Rahmen eines Hallenneubaus hat das bei München angesiedelte Traditionsunternehmen Ölhydraulik Altenerding Dechamps & Kretz seine Produktionslinie mit Leichtkranarbeitsplätzen optimielt.
Das 1961 gegründete Unternehmen mit seinen 180 Beschäftigten unter der Leitung von Geschäftsführer Ferdinand Kretz fertigt Hydraulikkomponenten für alle Bereiche der modemen Technik. Der Schwerpunkt der Produktpalette liegt in der Mobilhydraulik, wobei auch Lösungen für Industrie- und Sonderanwendungen bis 1000 bar realisielt werden können.
18 Kranbrücken mit 6,30 m Spannweite
Mit der Planung und Montage der Leichtkranarbeitsplätze wurde der langjährige Partner von Ölhydraulik Altenerding, die Rabe Elektrohebezüge und Kransysteme aus Ottenhofen beauftragt. Bereits bei der Gestaltung der Deckenauthängung in der neuen Produktionshalle kamen die
Erfahrungen von Rabe zusammen mit einer hiesigen StahlbaufIrma zur Geltung. Die Anforderungen des Betreibers an die neuen Hebegeräte konnten so von Grund auf berücksichtigt werden. Die Leichtkrane Typ ProfileMaster samt Elektrokettenzüge Typ SK lieferte der Mannheimer Hebezeugspezialist SWF Krantechnik. In der modernen Produktionshalle wurden auf der rechten Flanke eine 48 Meter lange Kranbahn und auf der linken Seite zwei Kranbahnen mit 12 und 18 Metern installiert. Die Spannweite der 18 verwendeten Brücken beträgt bei allen Anlagen 6,30 Meter.
Die Besonderheit bei den Kranbahnen ist zum einen der Abstand zwischen den Aufhängungen der Krananlage an der Deckenkonstruktion von jeweils 6 Metern, zum anderen die übergangslose Verwendung zweier Profilstärken auf einer Bahn. Dies ermöglicht das Heben von größeren Lasten in einem Teil der Arbeitsfelder. So wurde die 48 Meter lange Kranbahn über zwei Arbeitsplätzen mit dem Profil UKA40 und einer Tragfähigkeit von 500 kg gefertigt. Die verbleibenden Bereiche werden von dem Profil UKA30 mit einer Tragkraft von 400 kg überspannt. Beide Bereiche sowie auch die beiden weiteren Kranbahnen sind mit doppelter Tragkraft im Hinblick auf die Anwendung zweier Hebeeinheiten pro Feld ausgelegt. Als Hebezeuge dienen SWF Elektrokettenzüge des Typ mit HandyMaster Ausstattung, die ein für den Anwender ergonomisches Handling der zu bewegenden Bauteile im Arbeitsprozess ermöglicht. Für den sicheren Betrieb sorgt zusätzlich ein serienmäßiger Not Aus Taster im Steuerelement.



Schnell und kostengünstig montiert
Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen in Bezug auf die benötigte Höhe der Arbeitsplatzfelder kamen verschiedene Fahrwerke der Blücken an den Kranbahnen zum Einsatz. Neben den vor Schmutz und Staub geschützten Schiebefahrwerken in den geschlossenen Profilen mit innenliegender Fahrbahn wurden auch Fahrwerke in kurzer Bauart mit deutlicher Raumersparnis als Einträgerlösung verwendet. Beide Varianten sind ebenso als Zweiträgerausführung und mit Tragfähigkeiten bis zu 2.000 kg realisierbar. Durch den modularen Aufbau der gesamten Anlagen sind diese jederzeit erweiter- bzw. veränderbar.
Für die gesamten Montagearbeiten setzte der Kranserviceprofi Rabe drei Monteure ein, die binnen eines Werktags ein komplettes Feld mit sechs Metern Länge samt Brücke und Elektrokettenzug betriebsfertig montierten. Der Vorteil für den Installateur liegt hier bei den gut sortiert angelieferten Bauteilen, welche bei der Vonmontage am Boden durch robuste Steck- und Schraubverbindungen schnell zusammengefügt werden können. Zeitintensive Montagearbeiten an der Deckenkonstruktion entfallen aufgrund der wenig benötigten Deckenaufhängungen. Daraus resultieren auch minimierte Installationskosten für den Betreiber der Leichtkrananlagen ProfileMaster. Bemerkenswert ist auch die lange Zusammenarbeit der beiden Unternehmen.
Seit 1987 ist Rabe Ansprechpartner in Sachen Kran- und Hebetechnik für den Hydraulikspezialisten aus Altenerding. Auch in den vergangenen Jahren verwendete Rabe in Sachen Hebetechnik Elektrokettenzüge von SWF Krantechnik für den internen Materialfluss und die Arbeitsplatzgestaltung.