Retter stapeln Boote hoch
handling, Ausgabe 8-9/2007
  Das Leichtkransystem mit einer Spannwei­te von 5,3 Metern kann auf einer sieben Meter langen Kranbahn an jeder Positi­on des Raumes eingesetzt werden.
   
Retter stapeln Boote hoch

Die Wasserwehr der Freiwilligen Feuerwehr Walding in Österreich hat im neu bezoge­nen Gerätehaus ein System zur raumspa­renden Lagerung der Einsatzboote in Be­trieb genommen. lngenia Krantechnik aus St. Florian hat das System gemeinsam mit Kameraden der Wehr konzipiert und um­gesetzt. Das eingesetzte Leichtkransystem lieferte der Mannheimer Hebezeugspezia­list SWF Krantechnik. Ein variables Regal­system mit Lastenauszügen ermöglicht die raumoptimierte Lagerung von insgesamt zehn Holzzillen sowie einem Arbeitsboot für den Personen- und Gerätetransport bei Donauhochwasser. Die Zillen müssen im Einsatzfall schnell und ohne großen Per­sonalaufwand in Marsch gesetzt werden können. Deshalb erfolgte die Anordnung der im Bootshaus beidseitig angebrachten Auszugregale nach dem Schubladenprinzip - mit dem Leichtkransystem ProfileMaster ist eine gute Lösung gefunden worden. Die zuunterst gelagerten Boote sind auf frei verfahrbaren Wagen verlastet. Der Vor­teil gegenüber dem Einsatz eines Flurför­derfahrzeugs liegt im deutlich geringeren Platzbedarf in der Breite des Lagerraums, da mit dem Leichtkransystem kein zusätz­licher Raum zum Rangieren beispielsweise eines Gabelstaplers beim Be- und Entla­devorgang benötigt wird. Die Auszüge des flexiblen Regals ermöglichen zudem eine gezielte Entnahme des gewünschten Bootes und umgehen somit die Ablastung der Reihe nach von oben nach unten.

 

Das Leichtkransystem mit einer Spannwei­te von 5,3 Metern kann auf einer sieben Meter langen Kranbahn an jeder Positi­on des Raumes eingesetzt werden. Ein Elektrokettenzug mit einer Traglast von 500 Kilogramm sorgt für kraftsparende Hubarbeiten. Die Versorgung des Hebe­zeugs mit 400 Volt wird mittels im Profil integrierter Flachkabelstromzuführung sichergestellt. Sowohl die Katz- als auch die Kranfahrt wird durch das Ziehen be­ziehugnsweise Schieben der angehängten Lasten ermöglicht. Der Elektrokettenzug des Mannheimer Herstellers kann mit ei­ner zweistufigen Hubgeschwindigkeit von acht beziehungsweise zwei Meter pro Minute gesteuert werden. Zur Sicherheit der Anwender hat das Hebezeug einen stan­dardmäßig verbauten Not-Aus Taster am Steuerschalter.

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