Krane in der Produktionshalle
Die nördlich von München ansässige Ölhydraulik Altenerding Dechamps & Kretz GmbH & Co. KG fertigt Hydraulikkomponenten für unterschiedliche Bereiche. Schwerpunkt der Produktpalette ist die Mobilhydraulik. Im Zusammenhang mit einem Hallenneubau wurde die Produktionslinie mit Leichtkranarbeitsplätzen optimiert.
Den Auftrag zur Planung und Montage dieser Leichtkranarbeitsplätze erhielt die langjährige Partnerfirma Rabe Elektrohebezüge und Kransysteme aus Ottenhofen. Bereits bei der Gestaltung der Deckenaufhängung in der neuen Halle konnten die Erfahrungen von Rabe und einer Stahlbaufirma genutzt werden. Alle Anforderungen des Betreibers an die neuen Hebegeräte wurden berücksichtigt. Zum Einsatz kommen Leichtkrane vom Typ ProfileMaster mit Elektrokettenzügen vom Typ SK, die von der SWF Krantechnik GmbH in Mannheim geliefert wurden.
In der neuen Produktionshalle wurden auf der rechten Seite eine 48 m lange Kranbahn und auf der linken Seite zwei Kranbahnen mit Längen von 12 m und 18 m installiert. Die Spannweite aller 18 eingesetzten Brücken beträgt 6,30 m. Die Besonderheit bei den Kranbahnen ist zum einen der Abstand zwischen den Aufhängungen der Krananlage an der Deckenkonstruktion von jeweils 6 m, zum anderen die übergangslose Verwendung zweier Profilstärken auf einer Bahn. Dadurch ist in einem Teil der Arbeitsfelder das Heben von größeren Lasten möglich. So wurde die 48 m lange Kranbahn über zwei Arbeitsplätzen mit dem Profil UKA40 und einer Tragfähigkeit von 500 kg gefertigt. Die verbleibenden Arbeitsplätze werden vom Profil UKA30 mit einer Tragfähigkeit von 400 kg überspannt. Diese Bereiche sowie die beiden weiteren Kranbahnen sind hinsichtlich der Anwendung von zwei Hebeeinheiten pro Feld mit doppelter Tragfähigkeit ausgelegt.



Ergonomisches Handling
Als Hebezeuge dienen Elektrokettenzüge vom Typ SK mit HandyMaster-Ausstattung, die dem Anwender ein ergonomisches Handling der zu bewegenden Bauteile im Arbeitsprozess ermöglicht. Ein serienmäßiger Not-Aus-Taster im Steuerelement bietet die erforderliche Sicherheit. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an die benötigte Höhe der Arbeitsplatzfelder kamen verschiedene Fahrwerke der Brücken an den Kranbahnen zum Einsatz. Neben den vor Schmutz und Staub geschützten Schiebefahrwerken in den geschlossenen Profilen mit innenliegender Fahrbahn wurden auch Fahrwerke in kurzer Bauart mit deutlicher Raumersparnis als Einträgerlösung verwendet. Beide Varianten sind ebenso als Zweiträgerausführung und mit Tragfähigkeiten bis zu 2000 kg realisierbar. Durch den modularen Aufbau der gesamten Anlagen lassen sich diese jederzeit erweitern bzw. verändern.
Die gesamten Installationsarbeiten wurden von drei Monteuren des Kranserviceunternehmens Rabe ausgeführt. Sie schafften es, an einem Werktag jeweils ein komplettes, 6 m langes Feld mit Brücke und Elektrokettenzug betriebsfertig zu montieren. Ein Vorteil für den Installateur sind die gut sortiert angelieferten Bauteile, die bei der Vormontage am Boden mit Hilfe von robusten Steck- und Schraubverbindungen schnell zusammengefügt werden können. Zeitintensive Montagearbeiten an der Deckenkonstruktion entfallen aufgrund der wenig benötigten Deckenaufhängungen. Daraus resultieren auch minimierte Installationskosten für den Betreiber der Leichtkrananlagen ProfileMaster.