Wärmetauscher am Haken
dhf Intralogistik, Ausgabe 7-8/2007
  Eine Großlastanzeige visualisiert ständig die aktuelle Last am Haken
   
Wärmetauscher am Haken

Als es darum ging, bei einem britischen Unternehmen mit Sitz im Süden Englands bestehen­de Produktionshallen zu erweitern, brauchte man auch vier neue Brückenkrane. Diese stam­men von SWF.

 

Das britische Unternehmen Heatric Ltd. mit Sitz in Poole, Dorset, ist ein weltweit agie­render Fachbetrieb in Sachen Wärmetauscher für die petro­chemische Industrie. Fast alle namhaften Konzerne der ÖI­branche haben Heatric-Pro­dukte im Einsatz. Die gute Auftragslage der 1990 ge­gründeten Firma forderte nun eine Erweiterung der Produk­tionsfläche und somit auch die Vergrößerung der beste­henden Hallen.

 

Seit über 10 Jahren wird Hea­tric von dem unabhängigen Kranbauprofi Granada Mate­rial Handling aus Rochdale, Lancashire, bei Hebetechnik und interner Logistik betreut. So wurde auch die Konzeption und Umsetzung von zwei 30­ Tonnen- und zwei 60-Tonnen­ Brückenkranen bei Granada in Auftrag gegeben. Die beiden 30-Tonnen-Zwei­trägerbrückenkrane laufen auf einer separaten Kranbahn ne­ben den zwei 60- Tonnen-An­lagen. Die Spannweiten betragen 13 und 15 Meter. Alle Brücken wurden jeweils mit zwei Elektroseilzügen Nova von SWF Krantechnik, Mann­heim, ausgestattet. Die 15­ Tonnen- beziehungsweise 30­ Tonnen-Hebezeuge sind in der Gruppe untereinander ver­netzt und können so im Tan­dem betrieb eingesetzt werden. Dies gilt auch für die jeweils zwei Kranbrücken im Verbund. Sollte eines der Hubwerke sei­nen Dienst versagen, werden alle anderen aus Sicher­heitsgründen automatisch ge­stoppt. Diese Vernetzung er­möglicht das elektronische Hubwerk-Überwachungs­system NovaMaster, das zudem weitere Vorteile für den Anwender bietet. Die aktu­elle Last am Haken wird stän­dig überwacht und per Groß­lastanzeige für den Kranführer visualisiert. Am Steuerschal­ter erscheinen die Werte zusätzlich in einem LCD-Display. Ebenso Angaben zur sicheren Betriebszeit (SWP), dem Zu­stand der Bremsen, der Anzahl von Starts und Stopps und die gleichfalls ständig überwachte Temperatur der Hubmotoren.

 

Moderne und bei SWF stan­dardmäßig verwendete Fre­quenzumrichtertechnologie sorgt bei der Katz- und Kran­fahrt für ein stufenloses und somit schonendes Verfahren der angehängten Lasten. Ein zusätzlich installierter Infra­rot-Antikollisionsschutz ver­hindert den Zusammenstoß der Kranbrücken. Sobald die Anlagen im Tandembetrieb genutzt werden, ist nur ein Steuerschalter aktiv, um eine Fehlsteuerung mit der zweiten Tafel auszuschließen.

 

Die kompakten Baumaße der Elektroseilzüge ermöglichen eine optimale Raumausnutzung Die zwei 30-Tonnen-Kranbrücken können mit den insgesamt vier Elektroseilzügen Nova im Tandembetrieb eingesetzt werden

 

Das um 20 Meter erweiterte Gebäude hat nun eine länge von 60 Metern. Die vor­handenen Krane samt Kran­bahn wurden in die Erweite­rung der Halle integriert. Ein­zig die Stromversorgung für alle Krane wurde seitens Gra­nada neu installiert. Die Trag­lasten der alten Hebezeuge liegen jedoch bei 10 und 30 Tonnen, sodass diese zwar auf den neuen Kranbahnabschnitt auffahren können, umgekehrt die neuen, schwereren Brü­cken aber nicht in den alten Bereich fahren können, Endschalter sichern die rechtzei­tige Abschaltung der neuen Kranbrücken.

 

Interessant ist auch, dass Hea­tric seine Produkte nach Gewicht preislich festlegt und entsprechend verkauft. Daher wurde die elektronische Wie­geeinrichtung auf eine ma­ximale Toleranz von ± 1 Pro­zent auf die aktuelle Last am Haken kalibriert. Die Kranbrücken sind zudem mit ei­ner durchgehenden Service­plattform am Hauptträger für die sichere Begehung ausge­stattet. 400-W-Scheinwerfer an der Unterseite der Krane sorgen für eine gleichmä­ßige Beleuchtung der Arbeits­fläche auf dem Boden, auch wenn der Kran direkt unter einem Lichtband zum Stehen kommt.

 

Die größtmögliche Raum­ausnutzung war unter ande­rem auch ein Argument für die Mannheimer Elektroseilzü­ge Nova, die durch ihre über­aus kompakten Baumaße eine dichte Anordnung der Kran­brücke an der Hallendecke er­laubt. Um die Hebezeuge je­doch vor der Konvektions­wärme der Deckenheizung zu schützen - sollte einmal ein Kran direkt darunter längere Zeit zum Stehen kommen -, wurde über den Laufkatzen ein Hitze abweisendes Schutz­schild installiert.

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