Eine Lösung zur optimalen Lagerung ihrer Zillen suchte die Freiwillige Feuerwehr Walding. Die Aufgabenstellung war klar: Die Boote sind möglichst platzsparend zu stauen, müssen aber im Einsatzfall rasch und ohne viel Personalaufwand verfügbar sein. Die Umsetzung des innovativen Konzeptes erfolgte gemeinsam mit der Ingenia Krantechnik GmbH aus St. Florian. Das eingesetzte Leichtkransystem lieferte der Mannheimer Hebezeugspezialist SWF Krantechnik GmbH.
Ein variables Regalsystem mit Lastenauszügen ermöglicht die raumoptimierte Lagerung von insgesamt 10 Holzzillen sowie einem Arbeitsboot, welches in Hochwassersituationen der Donau zum Personen- und Gerätetransport eingesetzt werden kann. Um die Zillen im Einsatzfall schnell und ohne großen Personalaufwand in Marsch setzen zu können, hat man mit der Anordnung der im Bootshaus beidseitig angebrachten Auszugregale nach dem "Schubladenprinzip" und dem Leichtkransystem ProfileMaster eine optimale Lösung gefunden. Die zuunterst gelagerten Boote sind auf frei verfahrbaren Wagen verlastet. Der Vorteil gegenüber dem Einsatz eines Flurförderfahrzeugs liegt im deutlich geringeren Platzbedarf in der Breite des Lagerraums, da mit dem Leichtkransystem kein zusätzlicher Raum zum Rangieren beispielsweise eines Gabelstaplers beim Be- und Entladevorgang benötigt wird. Die Auszüge des flexiblen Regals ermöglichen zudem eine gezielte Entnahme des gewünschten Boots und umgehen somit die Ablastung der Reihe nach von oben nach unten.
Das Leichtkransystem mit einer Spannweite von 5,3 Metern kann auf einer 7 Meter langen Kranbahn an jeder Position des Raumes eingesetzt werden. Ein Elektrokettenzug SKB von SWF Krantechnik mit einer Traglast von 500 kg sorgt für die kraftsparenden Hubarbeiten. Die Versorgung des Hebezeugs mit 400 V wird mittels im Profil integrierter Flachkabelstromzuführung sichergestellt. Sowohl die Katz- als auch die Kranfahrt wird durch das Ziehen bzw. Schieben der angehängten Lasten ermöglicht. Der SWF Elektrokettenzug kann mit einer zweistufigen Hubgeschwindigkeit von 8 m/min bzw. 2 m/min gesteuert werden. Zur Sicherheit der Anwender verfügt das Hebezeug über einen standardmäßig verbauten Not-Aus Taster an dem Steuerschalter.
Das Leichtkransystem ProfileMaster wurde von zwei Mitarbeitern der Ingenia Krantechnik an nur einem Tag montiert und in Betrieb genommen. "Mit einer breiten Auswahl an Profilen, Kurven, Weichen und Drehkreuzen bietet das System flexible Gestaltungsmöglichkeiten", erläutert Walter Bötscher von der Ingenia Krantechnik. "Große Spannweiten sind sowohl als Einträger- und Zweiträgerausführung realisierbar. Aufeinander abgestimmte und vormontierte Komponenten erlauben geringe Montagezeiten und -kosten. Die optimierre Aufhängungstechnik kommt mit nur wenigen Verbindungen zur Gebäudedecke zum gewünschten Ziel", so Bötscher weiter.
Das robuste Leichtkransystem ProfileMaster ergänzt sich durch die Elektrokettenzüge Typ SK von SWF Krantechnik. Der Anwender kann hier Traglasten von 125 kg bis zu 2.000 kg einsetzen. Generell sind Elektrokettenzüge aus Mannheim mit Traglasten bis zu 5.000 kg lieferbar. Die Hebezeuge sind wahlweise mit Schiebe- oder Motorfahrwerk ausgerüstet. Ebenso können die Hauptträger bei der Ein- bzw. Zweiträgerausführung mit Antrieben für die Kranfahrt motorisiert werden.