Leichtkransysteme: Produktionslinie optimiert
f+h Fördern+Heben, Ausgabe 6/2007
  Leichtkransystem ProfileMaster als Arbeitsplatzkran für das Handling von schweren Bauteilen
   
Produktionslinie optimiert

Im Rahmen eines Hallenneubaus hat die Ölhydraulik Altenerding Dechamps & Kretz GmbH & Co. KG ihre Produktionslinie mit Leichtkranarbeitsplätzen opti­miert. Mit der Planung und Mon­tage der Leichtkranarbeitsplätze wurde der langjährige Partner des Anbieters von Hydraulikkompo­nenten, das Unternehmen Rabe Elektrohebezüge und Kransyste­me aus Ottenhofen, beauftragt. Bereits bei der Gestaltung der De­ckenaufhängung in der neuen Produktionshalie kamen die Erfahrungen von Rabe zusammen mit einer Stahlbaufirma zur Gel­tung. Die Anforderungen des Be­treibers an die neuen Hebegeräte ließen sich so von Grund auf berücksichtigen. Die Leichtkrane vom Typ "ProfileMaster" inklusive Elektro-Kettenzüge SK lieferte die SWF Krantechnik GmbH, Mann­heim.

 

In der Produktionshalle wurde auf der rechten Flanke eine 48 m lange Kranbahn und auf der lin­ken Seite zwei Kranbahnen mit zwölf und 18 Metern installiert. Die Spannweite der 18 verwende­ten Brücken beträgt bei allen An­lagen 6,3m. Die Besonderheit bei den Kran­bahnen ist zum einen der Abstand zwischen den Aufhängungen der Krananlage an der Deckenkonstruktion von jeweils sechs Me­tern, zum anderen die übergangs­lose Verwendung zweier Profilstärken auf einer Bahn. Somit lassen sich größere Lasten in einem Teil der Arbeitsfelder anheben. Zu diesem Zweck wurde die 40 m lange Kranbahn über zwei Ar­beitsplätzen mit dem Profil UKA40 und einer Tragfähigkeit von 500 kg ausgeführt. Die ver­bleibenden Bereiche überspannt ein Profil UKA30 mit einer Tragfä­higkeit von 400 kg. Beide Bereiche sowie auch die beiden weiteren Kranbahnen sind mit doppelter Tragfähigkeit im Hinblick auf die Anwendung zweier Hebeeinheiten pro Feld ausgelegt.

 

Als Hebezeuge kommen Elektrokettenzüge SK mit "Handy­Master" Ausstattung zum Einsatz, die ein für den Anwender ergonomisches Handling der zu bewegenden Bauteile im Arbeitspro­zess ermöglicht. Für den sicheren Betrieb sorgt zusätzlich ein seri­enmäßig vorhandener Not-Aus-Taster im Steuerelement. Aufgrund der Anforderungen in Bezug auf die benötigte Höhe der Arbeitsplatzfelder kommen verschiedene Fahrwerke der Brü­cken an den Kranbahnen zum Einsatz. Neben den vor Schmutz und Staub geschützten Schiebe­fahrwerken in den geschlossenen Profilen mit innen liegender Fahr­bahn wurden auch Fahrwerke in kurzer Bauart mit deutlicher Raumersparnis als Einträgerlö­sung verwendet. Beide Varianten sind ebenso als Zweiträgerausfüh­rung und mit Tragfähigkeiten bis zu 2 t realisierbar. Durch den mo­dularen Aufbau der Anlagen las­sen sich diese problemlos erwei­tern bzw. verändern.

Für die Montage setzte der Kranserviceprofi Rabe drei Monteure ein, die binnen eines Werk­tags ein komplettes Feld mit sechs Metern Länge inklusive Brücke und Elektro-Kettenzug betriebs­fertig montierten. Die gut sortiert angelieferten Bauteile ließen sich bei der Vormontage am Boden durch robuste Steck- und Schraubverbindungen schnell zu­sammenfügen. Aufgrund der we­nig benötigten Deckenaufuän­gungen entfielen zeitintensive Montagearbeiten an der Deckenkonstruktion. Daraus resultieren auch minimierte Installationskos­ten für den Betreiber der Leicht­krananlagen.

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