Elektronische Hubwerküberwachung NovaMaster: Sicherheit und lange Lebensdauer
Hebezeuge Fördermittel, Ausgabe 5/2007
  Zwei Elektroseilzüge Nova mit NovaMaster im Tandembetrieb
   
Elektronische Hubwerküberwachung NovaMaster: Sicherheit und lange Lebensdauer

Sicherheit, Effizienz und Kostenoptimierung - diese Kombination für die Kran­- und Hebetechnik offeriert die SWF Krantechnik GmbH aus Mannheim mit ihrer elektronischen Hubwerk­überwachungseinheit NovaMaster, die für die Elektroseilzüge Nova eingesetzt werden kann.  

Das System NovaMaster erfasst alle hubwerkrelevanten Daten und ermöglicht eine exakte und zuverlässige Berechnung der ak­tuellen Last am Haken. Gleichzeitig wird der Hubmotor stän­dig vor Überlastung geschützt. Darüber hinaus wird permanent die "Sichere Betriebszeit" (SWP) errechnet. Mit NovaMaster kön­nen alle Hubwerkparameter ständig im Display am Steuer­schalter - wahlweise mit Steuerkabel oder Funkfernsteuerung ­vom Krananwender überwacht werden:

- Sichere Betriebszeit
- Starts total
- Betriebszeit total
- mittlere errechnete Last
- Sichere Betriebszeit der Hub­werkbremse und
- eventuelle Fehlermeldungen.  

NovaMaster schont die Mecha­nik und die Hubwerkbremse durch besonders sanftes Anhe­ben und Stoppen der Last. Das Bremsen oder Beschleunigen er­folgt automatisch immer in der kleinen Hubgeschwindigkeit, wodurch die Hubwerkbremse entlastet wird. Der Verschleiß und damit verbundene Instandhaltungskosten werden mini­miert. Kostenintensive Still­standszeiten werden durch die längere Lebensdauer der einzel­nen Hebezeugkomponenten re­duziert.  

Steuerschalter mit Display Im Schaltschrank montierte NovaMaster-Einheit mit Display

In NovaMaster vorgerüstete Relaisausgänge ermöglichen weitere elektrisch gesteuerte Zu­satzfunktionen. Multifunktions­eingänge für Überlastschalt­punkte oder Start-/Laufzeitzäh­ler sind ebenso vorhanden. Spe­ziell bei dem Start-/Laufzeitzäh­ler können neben dem Hubmo­tor auch die Katzfahr- und Kran­fahrmotoren in die Überwachung integriert werden. Am analogen Ausgang ist der An­schluss einer Großlastanzeige im Spannungsbereich bis zu 10 V möglich. Drei unterschiedliche Zwischenlasten sind je Hubwerk programmierbar. Für die Ver­wendung von Lastaufnahme­mitteln ist eine Schlaffseilfunkti­on mit Bypass vorgesehen. Bis zu fünf Hubwerke können mit (AN­Bus-Funktion untereinander ver­netzt und gemeinsam im Tan­dembetrieb genutzt werden.  

Zur Lastmessung/-summierung werden optional Dehnmessstrei­fen oder die Motorleistung ge­nutzt. Das Display lässt sich in der Steuertafel montieren, wobei dann die Lastanzeige (± 5 %) mit Tara-Funktion ausgestattet wer­den kann. Von der Steuertafel aus werden der Kran program­miert sowie die aktuellen Be­triebswerte ausgelesen. Damit ist eine schnelle und einfache Über­prüfung der Krananlage vom Hallenboden aus möglich.  

Ein Beispiel aus der Praxis
Für den Baustahlhersteller Yaa­cobi hat der israelische Kranbau­er A. Henefeld Metal Works Ltd. in enger Zusammenarbeit mit SWF Krantechnik drei Brücken­laufkrane konzipiert. Die Kran­anlagen wurden als Einträger­lösungen realisiert. Bei dem neuesten Kran kamen zwei Elek­troseilzüge Nova mit einer Trag­fähigkeit von jeweils 5 t zum Einsatz. Die beiden Hebezeuge werden im Tandembetrieb ge­nutzt und per Vernetzung durch NovaMaster gesteuert (s. Bil­der). Die Hubgeschwindigkeiten betragen 8,0/1,3 m/min, und die FEM-Einstufung entspricht 3m. Die Gesamttragfähigkeit des Kranes beträgt 6,3 t.

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