Wie die Feuerwehr Boote stapelt
dispo, Ausgabe 4/2007
 
   

Wie die Feuerwehr Boote stapelt



Ein variables Regal- und Leichtkransystem ermöglicht der Wasserwehr der Freiwilligen Feuerwehr Walding, Österreich, die raumsparende Lagerung ihrer Boote.

 

Die Wasserwehr der Freiwilligen Feuer­wehr Walding, Österreich, konnte im kürzlich neu bezogenen Gerätehaus ein System zur raumsparenden Lagerung der Einsatzboot in Betrieb nehmen. Kon­zipiert und realisiert wurde das Projekt von einigen Kameraden der Wehr sowie dem Fördertechnik- und Anlagenbauprofi Ingenia Krantechnik aus St. Florian. Das eingesetzte Leichtkransystem lieferte der Mannheimer Hebezeugspezialist SWF Krantechnik.

 

RAUM SPAREN DURCH KRANTECHNIK
Ein va­ribles Regalsystem mit Lastenauszügen er­möglicht jetzt die raumoptimierte Lagerung von insgesamt 10 Holzzillen sowie einem Arbeitsboot, welches in Hochwassersituati­onen der Donau zum Personen- und Gerä­tetransport eingesetzt werden kann. Ebenso können beispielsweise mittels der Bugklappe Nutztiere von eingeschlossenen Bauernhöfen evakuiert werden. Die Feuerwehr Walding ist mit diesem Spezialboot dem Katastro­phenhilfsdienst (KHD) angeschlossen. Um die Zillen im Einsatzfall schnell und ohne großen Personalaufwand in Marsch setzen zu können hat man mit der Anordnung der im Bootshaus beidseitig angebrachten Auszugre­gale nach dem "Schubladenprinzip" und dem Leichtkransystem ProfileMaster eine optima­le Lösung gefunden. Die zuunterst gelager­ten Boote sind auf frei verfahrbaren Wagen verJastet. Der Vorteil gegenüber dem Einsatz eines Flurförderfahrzeugs liegt im deutlich geringeren Platzbedarf in der Breite des La­gerraums, da mit dem Leichtkransystem kein zusätzlicher Raum zum Rangieren beispiels­weise eines Gabelstaplers beim Be- und Ent­ladevorgang benötigt wird. Die Auszüge des flexiblen Regals ermöglichen zudem eine ge­zielte Entnahme des gewünschten Boots und umgehen somit die Ablastung der Reihe nach von oben nach unten.

 

"Spritzenhaus" der Freiwilligen Feuerwehr WaldingEin variables Regalsystem mit Lastenauszügen ermöglicht jetzt der Wasserwehr der Freiwilligen Feuerwehr Walding die raumoptimierte Lagerung von insgesamt 10 Holzzillen sowie einem Arbeitsboot.

 

ROBUST BIS 500 KG

Das Leichtkransystem mit einer Spannweite von 5,3 Meter kann auf einer 7 Meter langen Kranbahn an jeder Position des Raumes eingesetzt werden. Ein Elektrokettenzug SKB von SWF Krantechnik mit einer Traglast von 500 kg sorgt für die kraftsparenden Hubarbeiten. Die Versorgung des Hebezeugs mit 400 V wird mittels im Pro­fil integrierter Flachkabelstromzuführung si­chergestellt. Sowohl die Katz- als auch die Kranfahrt wird durch das Ziehen bzw. Schie­ben der angehängten Lasten ermöglicht. Der SWF Elektrokettenzug ist mit zwei Hubge­schwindigkeitsstufen regelbar: 8 m/min bzw. 2 m/min. Das robuste Leichtkransystem Pro­fileMaster ergänzt sich durch die Elektroket­tenzüge Typ SK von SWF Krantechnik. Der Anwender kann hier Traglasten von 125 kg bis zu 2.000 kg einsetzen. Generell sind Elek­trokettenzüge aus Mannheim mit Traglasten bis zu 5.000 kg lieferbar. Die Hebezeuge sind wahlweise mit Schiebe- oder Motorfahrwerk ausgerüstet. Ebenso können die Hauptträ­ger bei der Ein- bzw. Zweiträgerausführung mit Antrieben für die Kranfahrt motorisiert werden. Das Leichtkransystem ProfileMaster wurde kürzlich von zwei Mitarbeitern der In­genia Krantechnik an nur einem Tag montiert und zum Betrieb freigegeben.
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