Supernova mit Master
Logistik Journal, Ausgabe 2/2007
 
   
Supernova mit Master

Entwicklung
Zum Erfolg der SWF Krantechnik trägt auch der Elektroseilzug Nova bei. Für die elektronische Hubwerküberwachung sorgt der Nova-Master.

Auch in der Produktion wird Sicherheit groß geschrieben. Das Gleiche gilt für Effizienz und Kostenoptimierung. Was auf anderen Gebieten Probleme bereitet, ist in der Kran- und Hebetechnik gelungen. SWF Krantechnik bietet mit der elektronischen Hubwerküberwachungseinheit Nova-Master in technischer wie auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine Lösung für die heute gestellten Anforderungen.
Der Nova-Master kann für die Elektroseilzüge vom Typ Nova eingesetzt werden. Anbieter SWF: »Bei einer gleichzeitigen Schonung des gesamten Hebezeugs sorgt die innovative Technologie der Hubwerküberwachung für ein Höchstmaß an Sicherheit.«
Der Nova-Master erfasst alle hubwerkrelevanten Daten und erlaubt die exakte, zuverlässige Berechnung der aktuellen Last am Haken. Gleichzeitig wird der Hubmotor ständig vor Überlastung geschützt. Darüber hinaus wird permanent die sichere Betriebszeit (SWP) errechnet. Mit dem Nova-Master können alle Hubwerkparameter im Display am Steuerschalter – wahlweise mit Steuerkabel oder Funkfernsteuerung – ständig überwacht werden: sichere Betriebszeit, Betriebszeit total, Starts, errechnete Last, sichere Betriebszeit der Hubwerkbremse, Fehlermeldungen. Anbieter SWF: »Der Nova-Master schont die Mechanik und die Hubwerkbremse durch besonders sanftes Anheben und Stoppen der Last.«

Verschleiß wird minimiert
Das Bremsen oder Beschleunigen erfolgt automatisch immer in der geringen Hubgeschwindigkeit, wodurch die Hubwerkbremse entlastet wird. Der Verschleiß und damit verbundene Instandhaltungskosten werden minimiert. Kostenintensive Stillstandszeiten werden durch die längere Lebensdauer der einzelnen Hebezeugkomponenten reduziert.

Vielfältiges System
Der Nova-Master ist ein ausgesprochen vielfältiges System. So bieten vorgerüstete Relaisausgänge Möglichkeiten für elektrisch gesteuerte Zusatzfunktionen. Ebenfalls vorhanden: Multifunktionseingänge für Überlastschaltpunkte oder Start- bzw. Laufzeitzähler. Speziell beim Start-/Laufzeitzähler können neben dem Hubmotor auch die Katzfahr- und Kranfahrmotoren in die Überwachung integriert werden. Ein analoger Ausgang bietet Platz für den Anschluss zum Beispiel einer Großlastanzeige im Spannungsbereich bis zu 10 V. Pro Hubwerk sind drei unterschiedliche Zwischenlasten programmierbar. Für die Verwendung von Lastaufnahmemitteln ist eine Schlaffseilfunktion mit Bypass vorgesehen.

Innovative Produkte von SWF Krantechnik aus Mannheim – links: zwei Elektroseilzüge vom Typ Nova, mittels der elektronischen Hubwerküberwachung Nova-Master im Tandembetrieb.Mit Nova-Master können alle Hubwerkparameter im Display am Steuerschalter ständig überwacht werden.


CAN-Bus-Funktion
Mittels CAN-Bus-Funktion können bis zu fünf Hubwerke untereinander vernetzt und im Tandembetrieb genutzt werden. Die Lastmessung/-summierung erfolgt optional über Dehnmessstreifen oder mittels der Motorleistung. Das Display kann optional in der Steuertafel montiert werden, wobei die Lastanzeige (± 5 Prozent) mit einer Tara-Funktion ausgestattet werden kann. Von der Steuertafel aus erfolgt auch das Programmieren des Krans sowie das Auslesen der aktuellen Betriebswerte. Diese Vorgehensweise ermöglicht eine schnelle und einfache Überprüfung der Krananlage vom Hallenboden aus.

Enge Zusammenarbeit
Eines von vielen Beispielen aus der Praxis: Für den Baustahlhersteller Yaacobi hatte der israelische Kranbauprofi A. Henefeld Metal Works in enger Zusammenarbeit mit SWF Krantechnik drei Brückenlaufkrane konzipiert. Die Krananlagen wurden als Einträgerlösungen realisiert. Ein Kran ist mit einem Elektroseilzug Nova mit einer Traglast von fünf Tonnen ausgerüstet, der zweite wurde speziell für hohe Beanspruchungen ausgelegt und mit zwei Novas von je 3,2 Tonnen Tragkraft bestückt. Beim dritten Kran kamen zwei Elektroseilzüge mit fünf Tonnen Traglast zum Einsatz. Die beiden Hebezeuge werden im Tandembetrieb genutzt, der mittels Vernetzung durch den Nova-Master gesteuert wird. Die Hubgeschwindigkeiten betragen 8,0 bzw. 1,3 m/min, die FEM-Einstufung entspricht 3 m. Die Gesamttragkraft des Krans beträgt 6,3 Tonnen.
Auch der Elektroseilzug Nova hat dazu beigetragen, dass der SWF Krantechnik im Jahr 2006 wieder ein bemerkenswerter Erfolg beschert war. Ein Wachstum von 57 Prozent im Auftragsvolumen, deutliche Stückzahlensteigerungen bei den Elektrokettenzügen SK und den Elektroseilzügen Nova, knapp die Hälfte mehr der Krankomponentenpakete »Krankit« als im Vorjahr, das sind Details eines erfolgreichen Geschäftsjahres.

Erwartungen übertroffen
SWF-Geschäftsführer Jürgen Dlugi kann zufrieden sein: »Mit Blick auf 2006 haben wir die Wachstumserwartungen mehr als erfüllt.« Ähnliches, das ist der Plan, möchte Dlugi auch nach Abschluss des Geschäftsjahres 2007 sagen können. Die Voraussetzungen sind gut: Mit einer kleinen aber effektiven Verstärkung der Bereiche Aftersales, Area Field Sales und Projektunterstützung ist SWF für die anstehenden Herausforderungen bestens aufgestellt.

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