Unter der Organisation des deutschfranzösischen Konsortiums von
Areva NP und Siemens entsteht derzeit im Westen Finnlands das fünfte Kernkraftwerk des nordeuropäischen Landes. Der Projektname OL3 leitet sich einmal aus dem Standortnamen Olkiluoto ab und zum anderen aus den Kosten von 3 Mrd. Euro.
Für den Lagerkomplex des Kraftwerks orderte der Auftraggeber einen 10-t-Portalkran bei dem unabhängigen Kranbauunternehmen Satateräs Oy mit Sitz in Siikainen nahe dem südfinnischen Pori. Der Kran hat zur Aufgabe, Lkw im Lagerbereich zu be- und entladen (Bild). Die Kranbahn erstreckt sich im Halleninneren über 70 m Länge, die mit eine Fahrgeschwindigkeit von 25 m/min bewältigt werden kann. Die Spannweite des Portals liegt bei 8 m und die Höhe der gesamten Anlage bei 7,9 m. Das Gewicht des Krans beträgt 6 t.
Satateräs nutzte zur Umsetzung des Auftrags ein auf dieses Projekt zugeschnittenes Krankit aus Mannheim. Sowohl das Hubwerk als auch viele weitere Komponenten wie Steuerung, Elektrik etc. stammen von dem Hebezeugspezialisten SWF Krantechnik GmbH. Eingesetzt wird ein Elektroseilzug "Nova" als Zweischienenkatze mit standarmäßig verwendeter Frequenzumrichtersteuerung für stufenloses Katzfahren. Diese materialschonende Technologie kommt ebenfalls beim Antrieb des Krans zum Einsatz und ermöglicht ein sanftes und sicheres Transportieren der angehängten Lasten.
Der Elektroseilzug "Nova" hat eine Tragfähigkeit von 10 t bei einer Hubhöhe von 7 m. Gesteuert wird der Kran per Funkfernsteuerung. Für die Kranfahrt des Portals verwendete Satateräs spezielle Antriebe sowie zu deren Stromversorgung Motorleitungstrommeln aus dem Hause Wampfler.
Innerhalb von sieben Wochen fertigte das Team die Krananlage inkl. aller Arbeiten bezüglich der Installation von Portal und Kranbahn, Inspektion und Abnahme sowie Schulung der zukünftigen Anwender. Bereits im Vorfeld rüstete Satateräs andere Zulieferunternehmen des OL3-Projektes mit Brückenlaufkranen und Hebezeugen von SWF Krantechnik aus. Derzeit entstehen in den Produktionshallen in Siikainen vier 12,5-t-Zweiträgerbrückenkrane mit Elektroseilzügen "Nova" für einen russischen Endkunden.