David Rennert - Eine neu entwickelte Hubwerkkontrolle kombiniert Netzwerke von bis zu fünf Hebezeugen miteinander und lässt sie computergestützt im ParalIelbetrieb arbeiten.
In der Produktion haben sicherheitstechnische Fragen in zurückliegender Zeit zunehmend Bedeutung erlangt. Sie steht allerdings auch in Hinblick auf Effizienz und Kostenoptimierung unter Druck. In vielen Fällen führt das zu einem Cocktail, der missrät, weil manche Anforderungen nur unter hohem Aufwand miteinander zu vereinbaren sind.
Exakte Berechnung
SWF scheint eine solche Kombination bezüglich der Kran- und Hebetechnik gelungen zu sein. Mit der elektronischen Hubwerküberwachungseinheit NovaMaster wurde eine technische Lösung gefunden, die zugleich dem Kostenfaktor Rechnung trägt. Der NovaMaster kann für die Elektroseilzüge der Nova-Serie des Mannheimer Hebezeugspezialisten eingesetzt werden. Die innovative Technologie der Hubwerküberwachung sorgt für Sicherheit bei gleichzeitiger Schonung des Hebezeugs.
Die elektronische Überwachung erfasst alle hubwerkrelevanten Daten und erlaubt eine exakte, zuverlässige Berechnung der aktuellen Last am Haken. Gleichzeitig wird der Hubmotor vor Überlastung geschützt und permanent die „Sichere Betriebszeit“ (SWP) errechnet.
Mit dem NovaMaster können alle Hubwerkparameter im Display am Steuerschalter - wahlweise mit Steuerkabel oder Funkfernsteuerung - überwacht werden: Die sichere Betriebszeit und somit die voraussichtliche Lebensdauer, die Gesamtzahl der Starts, die Betriebszeit im Überblick, die mittlere errechnete Last, die Betriebszeit der Hubwerkbremse und allfällige Fehlermeldungen.
NovaMaster schont die Mechanik und die Hubwerkbremse durch sanftes Anheben und Stoppen der Last. Das Bremsen oder Beschleunigen erfolgt automatisch immer in der kleinen Hubgeschwindigkeit, wodurch die Hubwerkbremse entlastet wird. Der Verschleiss und damit verbundene Instandhaltungskosten werden minimiert. Kostenintensive Stillstandzeiten werden durch die längere Lebensdauer der einzelnen Hebezeugkomponenten reduziert.



Schnelle Überprüfung
Der NovaMaster ist ein vielfältiges System. Vorgerüstete Relaisausgänge bieten Möglichkeiten für weitere elektrsich gesteuerte Zusatzfunktionen. Multifunktionseingänge für Überlastschaltpunkte oderStart-/ Laufzeitzähler können neben dem Hubmotor auch die Katzfahr- und Kranfahrmotoren in die Überwachung integriert werden. Ein analoger Ausgang bietet Platz für den Anschluss zum beispiel einer Grosslastanzeige im Spannungsbereich bis 10 V. Drei unterschiedliche Zwischenlasten sind je Hubwerk programmierbar. Für die Verwendung von Lastaufnahmemitteln ist eine Schlaffseilfunktion mit Bypass vorgesehen. Bis zu fünf Hubwerke können mittels CANbus-Funktion untereinander vernetzt und gemeinsam im Tandembetrieb genutzt werden.
Die Lastmessung /-summierung erfolgt optional über Dehnmessstreifen oder mittels der Motorleistung. Das Display kann optional in der Steuertafel montiert werden, wobei dann die Lastanzeige (± 5%) mit Tara-Funktion ausgestattet werden kann.
Von der Steuertafel aus erfolgen auch das Programmieren des Krans sowie das Auslesen der aktuellen Betriebswerte. Dies ermöglicht eine schnelle und einfache Überprüfung der Krananlage vom Hallenboden aus.
Eines von vielen Beispielen aus der Praxis: Für den Baustahlhersteller Yaacobi hat der israelische Kranbauprofi A. Henefeld Metal Works Ltd. in enger Zusammenarbeit mit SWF Krantechnik GmbH drei Brückenlaufkrane konzipiert. Die Krananlagen wurden als Einträgerlösungen realisiert. Ein Kran ist mit einem Elektroseilzug mit einer Traglast von 5 tausgerüstet. Der Zweite wurde speziell auf hohe Beanspruchung ausgelegt und mit zwei Elektroseilzügen mit einer jeweiligen Tragkraft von 3,2 t bestückt.
Hohe Beanspruchung
Bei dem dritten und neuesten Kran kamen zwei Elektroseilzüge der Nova-Serie mit 5 t Traglast zum Einsatz. Die beiden Hebezeuge werden im Tandembetrieb genutzt, der mittels Vernetzung durch NovaMaster gesteuert wird. Die Hubgeschwindigkeiten betragen 8,0/ 1,3 m/min und die FEM Einstufung entspricht 3 m. Die Gesamttragkraft des Krans beträgt 6,3 t.