02.06.09 - Kranmodernisierung: Brücke von 1912, Hebezeug von 2009
SWF Krantechnik Pressemeldung, Juni 2009
 
   
Kranmodernisierung: Brücke von 1912, Hebezeug von 2009

Ein Brückenkran in Gittermastbauweise von 1912. Man möchte glauben, so etwas gibt es nur noch in industriellen Museen und Technikdenkmälern. Falsch. Unlängst hat die Stühlen Hebe- und Fördertechnik GmbH aus Niederzier-Krauthausen, Kreis Düren, einen solchen Brückenkran mit einem neuen Hubwerk des Mannheimer Hebezeugspezialisten SWF Krantechnik GmbH ausgerüstet.

 

Der Gittermastkran, der authentischer weise sogar an unkritischen Stellen Einschusslöcher aus Kriegszeiten aufweist, war bis vor kurzem noch mit dem ursprünglichen Hubwerk aus dem Jahr 1911 im Einsatz. Das mit sieben Tonnen Eigengewicht relativ schwere Hebezeug wies nur eine einstufige Hubgeschwindigkeit auf. Dazu kam eine altersbedingte Leckage und eine immer schwieriger zu organisierende Ersatzteilbeschaffung. Zudem konnte ein zusätzlich benötigter Feinhub nicht nachgerüstet werden. Der Betreiber der Anlage, welcher dickwandige Stahlrohre für die Produktion von Hydraulikzylinder anfertigt, entschied sich letztendlich für die Anschaffung eines neuen Hebezeugs.

 

 

Zum Einsatz kam ein Elektroseilzug NOVA NF als Zweischienenkatze mit 40 Tonnen Tragkraft. Das Eigengewicht der gesamten Laufkatze beträgt 3,5 Tonnen und bietet natürlich im Vergleich zum Vorgänger alle Vorzüge eines modernen Hebezeugs. Die Steuerung des Krans erfolgt nun bequem per Funk, moderne Frequenzumrichtertechnologie ermöglicht ein stufenloses und somit schonendes Verfahren der Lasten. Die Überwachungseinheit NovaMaster hält per Anzeige im Display des Steuerschalters ständig alle relevanten Informationen über den Zustand des Hebezeugs für den Kranführer parat.

 

Die Spurweite der Laufkatze wurde seitens SWF Krantechnik für das Projekt individuell angefertigt, berichtet  der Geschäftsführer von Fa. Stühlen, Dipl.-Ing. Achim Schmalstieg. Ebenso verbauten die Kranprofis sicherheitshalber eine Abhebesicherung an dem Hebezeug, um auszuschließen, dass beim Drehen der 35 Tonnen schweren Walzköpfe durch das Kippmoment die Laufkatze ausgehebelt wird. Der Feinhub des Elektroseilzugs NOVA ist jedoch so genau eingestellt, dass die Kräfte des Kippmoments bereits bei dem langsamen Drehen auf die gesamte Anlage abgeleitet werden und somit keine Gefahr bei den regelmäßig notwendigen Wartungsarbeiten an den Walzköpfen besteht.

 

 

Routinierte  Monteure von Fa. Stühlen demontierten das alte und montierten das neue Hubwerk innerhalb einer Woche und konnten den neuen, alten Kran nach einhergehender Prüfung und Abnahme dem Betreiber für die Produktion übergeben. Der Name Stühlen steht nicht nur für Kranbau und –service, vielmehr weist das Unternehmen langjährige Erfahrungen auch in den Bereichen Stahl- und Hallenbau sowie Steuerungstechnik und Sondermaschinenbau auf.

 

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